Die Geschichte Solhem's ...

Chronik des Sonnenheims Solhem (Getterum)

Von der Entstehung im Jahr 1936 bis heute

 

Die 1930er-Jahre: Der Bau aus regionalen Rohstoffen (1936)

Bevor Solhem gebaut wurde, war der Getterum Sjön ein naturbelassener Moor- und Waldsee. Im Jahr 1936 errichtete der schwedische Baumeister Henning Andersson das Haus Solhem auf einem 4.000 Quadratmeter großen Grundstück am See. Als Mitarbeiter des nahen Wassersägewerks Oxebo Vattensåg in Hallingeberg hatte er Zugriff auf erstklassige, regionale Ressourcen.

Das Haus wurde im Geiste der schwedischen Eigenheim-Bewegung (Egnahem) entworfen und zeichnete sich durch eine für die damalige Zeit hochinnovative Materialwahl und Ausstattung aus:

  • Das Holz: Das tragende Riegelwerk, die massiven Deckenbalken und die äußere Fassadenverschalung bestanden komplett aus lokalem Nadelholz, das im Oxebo-Werk passgenau zugesägt wurde.
  • Der Schutz: Die Fassade erhielt beim Bau den für Schweden traditionellen Schutzanstrich aus Falunrot (Falu rödfärg).
  • Das Fundament: Das Haus ruht auf einem kühlen, massiven Fundament aus Feldsteinen und frühem Beton, das den Keller umschloss.
  • Die Isolierung: Für den winterlichen Kälteschutz in Småland wurden die Hohlräume der Wände traditionell mit einer Schüttung aus Sägemehl und Hobelspänen dämmend gefüllt.
  • Der Luxus: Direkt beim Bau wurde Solhem an das lokale Stromnetz angeschlossen. Dank einer elektrischen Pumpe im Keller floss Wasser aus dem eigenen Brunnen direkt in ein innenliegendes Badezimmer mit Wassertoilette (WC). Im roten Nebenschuppen wurde zusätzlich ein Doppel-Plumpsklo (utedass) aus robusten Holzbohlen für den Notfall oder die Gartenarbeit gezimmert.

 

 

Die 1940er & 1950er-Jahre: Das Ende einer Ära & das „Folkhemmet“

Im Jahr 1948 havarierte das große hölzerne Wasserrad des Oxebo-Sägewerks schwer. Da modernere Energieformen aufkamen, schloss das Werk dauerhaft, womit Solhems direkte Verbindung zu seiner materiellen Geburtsstätte zum historischen Denkmal wurde.

In den 1950er-Jahren entwickelte sich das Haus unter der schwedischen Wohlfahrtspolitik zum gemütlichen Lebensmittelpunkt einer Familie. Das Stromnetz von 1936 wurde erweitert, um erste moderne Haushaltsgeräte wie Radios und Kühlschränke zu betreiben. Der riesige Garten wurde als Lebensader zur Selbstversorgung genutzt, während das Holz aus dem roten Schuppen die einzige Wärmequelle im Haus blieb.

 

Die 1960er bis 1980er-Jahre:

Die Ära Petersson und der erste Farbwechsel

Mit dem schwedischen Strukturwandel zogen viele Familien für die Arbeit in die größeren Städte wie Västervik. Solhem wandelte sich in dieser Epoche schrittweise vom dauerhaften Wohnsitz zur Sommarstuga (Sommerhaus).

In diesem Zeitraum ging das Haus in den Besitz der Familie Petersson über. Sie prägte das Erscheinungsbild des Hauses durch eine markante optische Veränderung: Die Familie brach mit dem traditionellen Rot und strich die gesamte Holzfassade des Hauses strahlend weiß. Unter der Familie Petersson blieb die historische Raumaufteilung im Erd- und Obergeschoss unangetastet. Die Besitzer pflegten die robuste Bausubstanz liebevoll: Die Innenräume wurden im Stil der Zeit neu tapeziert und die Dielenböden instand gehalten. In den Sommerferien wurde der See intensiv zum Angeln von Hechten und Barschen genutzt.

 

Die 1990er bis 2013: Neuer Glanz in Skagengold (2012)

Während die Welt digitalisiert wurde, bot Solhem am Getterum Sjön absolute Entschleunigung. Die von Henning Andersson verarbeiteten Hölzer und das Steinfundament erwiesen sich über die Jahrzehnte als extrem widerstandsfähig.

Nach der Ära der Familie Petersson übernahmen neue Besitzer das Anwesen. Im Jahr 2012 gaben sie dem Haus sein heutiges, charakteristisches Gesicht: Sie verabschiedeten sich vom weißen Anstrich der Vorbesitzer und gaben der Fassade den warmen, edlen Farbton Skagengul (Skagengelb/Skagengold). Diese helle, skandinavische Farbe verleiht dem Haus seine freundliche und sonnige Ausstrahlung am Seeufer.

 

Seit 2014: Das neue Kapitel als „Sonnenheim Solhem“ & der Einzug der Wellness (2015)

Im Jahr 2014 wechselten die Eigentümer des geschichtsträchtigen Anwesens erneut. Mit der offiziellen Ausrichtung als Ferienhaus Sonnenheim Solhem und dem Start der eigenen Webseite begann eine Phase tiefgreifender, durchdachter Modernisierungen und struktureller Großprojekte, um das Anwesen fit für die Zukunft zu machen.

  • April 2015 (Die Wohlfühloase im Keller): Um den Erholungsfaktor auf ein neues Niveau zu heben, wurde im massiven Kellergeschoss ein großer Wellnessbereich geschaffen. Es wurde eine 9-kW-Sauna mit 4 Liegeplätzen installiert. Durch einen zuschaltbaren Verdampfer und einen Profi-Multicup für Kräuter wurde sie zur echten Dampfsauna aufgerüstet. Drei Saunafenster und eine Glastür sorgten für ein tolles Raumgefühl im historischen Untergeschoss.

 

 

Die großen Infrastruktur- und Außenprojekte

In den Folgejahren wurde das Grundstück im großen Stil aufgewertet, wobei die Erschließung der Außenbereiche und die Modernisierung der Ver- und Entsorgung im Fokus standen:

  • Der Terrassenbau am Haus: Direkt am Wohnhaus wurde eine großzügige Holzterrasse errichtet. Sie dient Gästen seitdem als gemütlicher Treffpunkt für ein Frühstück im Freien oder zum Entspannen mit Blick ins Grüne.
  • Der Terrassenbau direkt am See: Auch unten am Ufer des Getterum Sjön entstand eine wunderschöne Terrassenfläche aus Holz. Sie schließt direkt an den privaten Bootssteg an und bietet den perfekten Ort, um die schwedischen Sommerabende unmittelbar am Wasser zu genießen oder nach dem Saunagang im Moorsee abzukühlen.
  • Der neue Tiefbrunnen: Um eine dauerhaft verlässliche und hygienisch einwandfreie Wasserversorgung zu garantieren, wurde ein komplett neuer, tiefer Brunnen gebohrt. Das saubere Brunnenwasser wird seitdem zuverlässig in das Haus gefördert.
  • Die moderne Infiltration (Abwasseranlage): Passend zur neuen Wasserversorgung wurde auch die Entsorgung ökologisch modernisiert. Das Anwesen erhielt eine zeitgemäße, behördlich genehmigte Drei-Kammer-Abwasseranlage mit anschließender Infiltrationsanlage (Sickerfeld), die das Abwasser biologisch sauber klärt und versickert.

 

 

 

 

 

 

Die Modernisierungen der jüngsten Zeit

  • Juni 2023 (Digitaler Anschluss): Auf Wunsch vieler Gäste zog das Internet im Sonnenheim ein. Eine Fritzbox mit Internet aus dem Mobilfunknetz sorgt seither für stabilen Empfang inmitten der Naturidylle.
  • Mai 2024 (Die große Bad-Sanierung): Das alte Badezimmer im Erdgeschoss war über 40 Jahre alt und an einigen Stellen undicht geworden. Das Bad wurde komplett entkernt. Die alte Badewanne wich einer neuen, großen Dusche. Wände, Decken, Böden sowie die Möbel wurden vollständig erneuert, ebenso das Waschbecken im ersten Stock.

Heute präsentiert sich das Sonnenheim Solhem als perfekt ausbalanciertes Gesamtkunstwerk. Ein Ort, an dem Gäste den Geist von 1936 spüren, den nostalgischen Charme der Farben erleben und gleichzeitig modernen Premium-Komfort mit zwei Terrassen, neuer Haustechnik und Sauna genießen können.

 

...und die Geschichte ist noch nicht zu Ende... 

 

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